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Logo-Formate und Druckdaten: Warum deine Logo-Datei fürs Web nicht einfach in den Druck kann

4. August 2026 · ca. 4 Minuten Lesezeit

Web (RGB)
Druck (CMYK)

Das Logo liegt längst als Datei vor, eigentlich könnte es doch einfach auf den Flyer, das Banner oder die Visitenkarte übernommen werden. Genau an diesem Punkt entstehen die meisten Überraschungen im Print, denn eine Datei, die am Bildschirm perfekt aussieht, ist damit noch lange nicht druckfertig.

Vier technische Unterschiede zwischen Bildschirm und Druck erklären, woran das liegt. Danach zeigen wir, welche Logo-Formate du wofür brauchst und wie druckfertige Druckdaten aussehen.

Was zwischen Bildschirm und Druck wirklich passiert

Farbraum: RGB gegen CMYK

Ein Bildschirm erzeugt Farben aus Licht (RGB), eine Druckmaschine mischt sie aus Pigmenten (CMYK). Beide Systeme decken nicht denselben Farbraum ab: Ein sattes Bildschirm-Blau kann im Druck merklich blasser oder leicht verschoben wirken. Ohne definierte CMYK-Werte überlässt man das Ergebnis dem Zufall der jeweiligen Druckmaschine.

Auflösung: 72 gegen 300 dpi

Für den Bildschirm reichen 72 dpi (Pixel pro Zoll) völlig aus, im Druck braucht es mindestens 300 dpi, damit ein Bild scharf bleibt. Ein Logo, das von der Website heruntergeladen wird, ist für den Bildschirm gerechnet, auf einem großformatigen Banner vergrößert wirkt genau dieselbe Datei plötzlich verpixelt.

Dateiformat: Vektor statt Pixel

Ein PNG oder JPG besteht aus einem festen Raster an Pixeln und verliert beim Vergrößern an Schärfe. Ein Vektor-Logo, etwa als AI, EPS oder SVG, besteht dagegen aus mathematischen Pfaden und lässt sich von der Visitenkarte bis zum Messebanner verlustfrei skalieren, unabhängig von der Zielgröße.

Beschnitt & Sicherheitsabstand

Damit ein randloses Design nach dem Schneiden nirgends einen weißen Rand zeigt, muss es über die spätere Kante hinausreichen, den sogenannten Beschnitt. Wichtige Inhalte wie Text oder Logo brauchen umgekehrt einen Sicherheitsabstand zur Kante, damit beim Schnitt nichts abgeschnitten wird.

Welche Logo-Formate du wofür brauchst

Die meisten Probleme entstehen, weil nur ein einziges Logo-Format vorhanden ist, meist ein PNG von der Website. Tatsächlich braucht jede Marke eine Handvoll Logo-Formate, jedes für einen anderen Zweck:

  • SVG: Vektorformat für die Website. Bleibt in jeder Größe scharf und ist meist sehr klein.
  • PNG mit transparentem Hintergrund: für Office-Dokumente, E-Mail-Signaturen und Plattformen, die kein SVG annehmen.
  • PDF, EPS oder AI: Vektorformate für den Druck, mit hinterlegten CMYK-Farbwerten.
  • JPG: für Logos eher ungeeignet, weil es keine Transparenz kennt und bei Kanten schnell unsauber wirkt.

Dazu kommen die Varianten für unterschiedliche Größen und Hintergründe, vom vollständigen Logo bis zum Favicon. Welche das sind, beschreibt unser Artikel zur Logo-Größe und Logo-Varianten.

Checkliste: So sehen druckfertige Druckdaten aus

  • Farbmodus CMYK, mit den im Corporate Design festgelegten Farbwerten statt automatisch umgerechneter RGB-Farben.
  • Mindestens 300 dpi in Originalgröße für alle enthaltenen Bilder, Logos am besten als Vektor.
  • Beschnitt rundum, meist 2 bis 3 mm, je nach Vorgabe der Druckerei[1].
  • Sicherheitsabstand für Texte und Logos zur Schnittkante.
  • Schriften eingebettet oder in Pfade umgewandelt, damit nichts durch eine Ersatzschrift ersetzt wird.
  • Als druckfähiges PDF exportiert, idealerweise in dem Standard, den die Druckerei vorgibt, etwa PDF/X[1].

Die genauen Vorgaben unterscheiden sich von Druckerei zu Druckerei. Ein Blick in deren Datenblatt vor dem Export spart später Rückfragen und Nachdrucke.

Warum das mehr ist als Technik

Keiner dieser Punkte ist sichtbar, solange alles passt, genau deshalb fallen sie oft erst auf, wenn ein Druckergebnis bereits bezahlt und trotzdem blass, unscharf oder falsch beschnitten ist.

Wir bereiten jede Datei von Anfang an für ihren jeweiligen Einsatzzweck vor, ob Visitenkarte, Messebanner oder Werbeartikel, damit sich diese Überraschung gar nicht erst stellt. Grundlage dafür ist immer ein sauber aufgebautes Corporate Design mit klar definierten Farbwerten und Vektor-Dateien, und für alles Gedruckte unser Bereich Print und Werbemittel.

Häufige Fragen zu Logo-Formaten und Druckdaten

Kann ich RGB einfach in CMYK umrechnen?

Technisch ja, jedes Grafikprogramm kann das. Das Ergebnis ist aber nicht immer das, was du erwartest, weil manche RGB-Farben im Druck gar nicht darstellbar sind. Besser ist es, für wichtige Markenfarben feste CMYK-Werte zu definieren und im Styleguide festzuhalten.

Welches Logo-Format schicke ich an die Druckerei?

Am besten eine Vektordatei, also PDF, EPS oder AI, mit CMYK-Farben. Fehlt diese Datei, lohnt es sich, das Logo einmal sauber als Vektor nachbauen zu lassen, statt immer wieder mit Pixeldateien zu arbeiten.

Warum sieht mein Logo im Druck anders aus als am Bildschirm?

Meist liegt es am Farbraum: Bildschirme zeigen leuchtendere Farben, als eine Druckmaschine mit Pigmenten erzeugen kann. Dazu kommen Papier und Veredelung, die den Farbeindruck zusätzlich verändern.

Wie erkenne ich, ob mein Logo als Vektor vorliegt?

Vergrößere es stark am Bildschirm. Bleiben die Kanten gestochen scharf, ist es ein Vektor. Werden sie treppenartig oder verschwommen, handelt es sich um eine Pixeldatei.

Quellen

  1. Onlineprinters: Druckdaten als PDF erstellen: onlineprinters.de/c/druckdaten/pdf-erstellung

Alle Online-Quellen zuletzt abgerufen am 29. September 2026.

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